GTD: Warum es manchmal nicht funktioniert

Emanuel Kluge · 11.09.2008

Jeder kennt das, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem es nicht mehr so recht weitergeht. Wenn man bspw. mit dem Gitarre spielen stagniert und glaubt das durch den Kauf eines teuren Effektpedals kompensieren zu können. Oder man ist uninspiriert beim Fotografieren und hängt dem Irrglaube an, der Kauf eines neuen Objektivs könnte daran etwas ändern.

Ähnlich verhält es sich mit “Getting Things Done” im Unternehmen. Für eine bessere Strukturierung und Organisation wäre die Einführung einer einheitlichen GTD-Lösung sicher sinnvoll und die nötigen Tools gibt es zuhauf auf dem Markt. Woran es letztendlich doch scheitert listet Jason Rothbart bei ReadWriteWeb auf.

So werden die Mitarbeiter schwerlich mitmachen wollen, wenn das Management nicht mit gutem Beispiel voran geht, man sie ins kalte Wasser stößt und nicht mit der gewählten GTD-Lösung vertraut macht, sowie generell keine Anreize zur Nutzung bestehen. Die Wahl des eigentlichen Tools ist dann fast zweitrangig. Wird es nicht genutzt, bringt es wenig es gegen ein anderes auszutauschen. Die Gründe liegen woanders.

Bild: CloudTag of Cirip Course on Microblogging in the mirror unter CC-Lizenz

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Mikromanagement: Die dunkle Seite des Enterprise 2.0?!

Daniel Werner · 11.09.2008

In der Regel sprechen alle Botschafter von Enterprise 2.0 immer nur über die positiven Seiten. Wie wir uns besser vernetzen und wie Prozesse transparenter werden. Michele Martin schreibt in Ihrem Blog über eine der dunkel Seiten: Mikromanagement durch Social Media. Dies bedeutet Kontrolle der Mitarbeiter durch Verfolgung ihrer Schritte.

Was twittern meine Mitarbeiter, während sie gerade im Meeting sind? Was sagt ihr Status im Facebook oder bei StudiVZ? Da kann man sich interessante Gespräche mit dem Vorgesetzten vorstellen:

“Sie haben also immer noch Zeit zu twittern, obwohl Sie angeblich über beide Ohren in Arbeit stecken!”

“Gibt es einen Grund, warum ich Ihr Facebook-Profil nur eingeschränkt sehen darf?”

“Sie finden also tatsächlich Zeit, während der Arbeit Videos bei delicios zu taggen?”

Die Medaille hat immer zwei Seiten, aber all die schönen neuen Tools die unserer Arbeit erleichtern und die Kommunikation verbessern können, sind bei Missbrauch die unheimlichsten Überwachungswerkzeuge.

Dies sollte uns nicht entmutigen, aber uns daran erinnern, dass schlechte Management Methoden die großartigsten neuen Technologien ausstechen und, dass wir vorsichtig sein sollte wie wir diese Technologien nutzen.

Bild: Unter CC-Lizenz von Jon Griffiths

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