Jeder kennt das, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem es nicht mehr so recht weitergeht. Wenn man bspw. mit dem Gitarre spielen stagniert und glaubt das durch den Kauf eines teuren Effektpedals kompensieren zu können. Oder man ist uninspiriert beim Fotografieren und hängt dem Irrglaube an, der Kauf eines neuen Objektivs könnte daran etwas ändern.
Ähnlich verhält es sich mit “Getting Things Done” im Unternehmen. Für eine bessere Strukturierung und Organisation wäre die Einführung einer einheitlichen GTD-Lösung sicher sinnvoll und die nötigen Tools gibt es zuhauf auf dem Markt. Woran es letztendlich doch scheitert listet Jason Rothbart bei ReadWriteWeb auf.
So werden die Mitarbeiter schwerlich mitmachen wollen, wenn das Management nicht mit gutem Beispiel voran geht, man sie ins kalte Wasser stößt und nicht mit der gewählten GTD-Lösung vertraut macht, sowie generell keine Anreize zur Nutzung bestehen. Die Wahl des eigentlichen Tools ist dann fast zweitrangig. Wird es nicht genutzt, bringt es wenig es gegen ein anderes auszutauschen. Die Gründe liegen woanders.
In der Regel sprechen alle Botschafter von Enterprise 2.0 immer nur über die positiven Seiten. Wie wir uns besser vernetzen und wie Prozesse transparenter werden. Michele Martin schreibt in Ihrem Blog über eine der dunkel Seiten: Mikromanagement durch Social Media. Dies bedeutet Kontrolle der Mitarbeiter durch Verfolgung ihrer Schritte.
Was twittern meine Mitarbeiter, während sie gerade im Meeting sind? Was sagt ihr Status im Facebook oder bei StudiVZ? Da kann man sich interessante Gespräche mit dem Vorgesetzten vorstellen:
“Sie haben also immer noch Zeit zu twittern, obwohl Sie angeblich über beide Ohren in Arbeit stecken!”
“Gibt es einen Grund, warum ich Ihr Facebook-Profil nur eingeschränkt sehen darf?”
“Sie finden also tatsächlich Zeit, während der Arbeit Videos bei delicios zu taggen?”
Die Medaille hat immer zwei Seiten, aber all die schönen neuen Tools die unserer Arbeit erleichtern und die Kommunikation verbessern können, sind bei Missbrauch die unheimlichsten Überwachungswerkzeuge.
Dies sollte uns nicht entmutigen, aber uns daran erinnern, dass schlechte Management Methoden die großartigsten neuen Technologien ausstechen und, dass wir vorsichtig sein sollte wie wir diese Technologien nutzen.
Yammer ist ein Mikro-Blogging-System für Firmen und wirbt mit dem Slogan “What’s happening at your company?”. Das fragt sich mit Sicherheit so mancher Mitarbeiter. Also los gehts:
Man autorisiert sich über die eigene Firmenmailadresse, womit sich die Zugangsberechtigung über die Firmen-Domain ergibt. Nun kann man wie bei Twitter allen “zuhören” oder ein paar ausgewählten Kollegen “folgen”. Auch sonst finden sich hier die gängigen Twitterfunktionen wieder, wie der “Reply”-Button und die Möglichkeit verschiedene Dienste wie Instant Messenger, Email oder SMS zu benutzen.
Ein weiteres nettes Feature ist die Möglichkeit Tags zu folgen. Sobald ein Beitrag mit einem von mir verfolgten Tag veröffentlicht wird, erscheint er bei mir, egal ob ich dem Kollegen bereits “folge” oder nicht. Damit nicht immer die Homepage geöffnet werden muss, stellt Yammer jeweils ein Programm für den eigenen Desktop (Adobe Air Application), den Blackberry und das iPhone bereit.
Dieses Tool ist mit Sicherheit für diejenigen interessant, die gerne Mikro-Blogging in Ihrer Firma ausprobieren wollen ohne sich gleich die Mühe eines eigenen Servers zu machen. Solltet Ihr bereits mehr Erfahrungen mit Yammer gesammelt haben, freuen wir uns über eure Kommentare.
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Martin Warner und Mark Parker kündigen im Interview mit SPON vollmundig an: “Wir werden eines Tages größer sein als Google.” Da stellt sich doch sofort die Frage, ob es sich hierbei um Übermut oder eine tatsächlich realistische Vision handelt.
Mit talkbiznow (talkbiznow.com) haben die beiden Briten Anfang August eine Plattform gestartet, die ganz ähnlich zu den bereits bekannten Marktführern LinkedIn und Xing auf dem Gebiet der Geschäftsnetzwerke ist. Dennoch gibt es elementare Unterschiede im Funktionsumfang und in der Finanzierung. Talkbiznow soll sich im Gegensatz zu den amtierenden Marktgrößen nicht durch Premiummitgliedschaften, sondern durch einfache Werbung finanzieren. Inwiefern dies bei den Werbung verschmähenden Karrieristen ankommt bleibt dahingestellt.
umfangreiche Profileinstellungen mit Empfehlungsfunktion
Im Funktionsumfang hat talkbiznow im Vergleich zu den Mitbewerbern einen großen Schritt nach vorn gemacht. So werden neben den normalen Netzwerkfunktionen auch ein Dokumenten-Management-System mit Freigabefunktion, eine übergreifende Suche, ein persönlicher Kalender, sowie ein Blog angeboten. “Es gibt sehr viele Menschen die mit den derzeitigen Netzwerken unzufrieden sind. Wir wollen den Unterschied ausmachen” meint Matin Warner im Telepraph. “Es muss möglich sein, dass man seinen sechs Geschäftspartnern eine Powerpoint-Präsentation zeigen kann während man nach weiteren Partnern und Kunden sucht.”
Damit geht talkbiznow denselben Weg, den auch die Anbieter von Enterprise2.0-Lösungen, wie zum Beispiel Jive Software mit Clearspace gehen. Tut sich hier vielleicht eine Gefahr für die Enterprise2.0-Softwareschmieden auf? Sollten sich Firmen gegen eine eigene Lösung entscheiden und den Mitarbeitern ein Freifahrtschein für talkbiznow ausstellen? Der Funktionsumfang ist jedenfalls ganz ähnlich, wenn auch bei talkbiznow in der derzeitigen Version noch längst nicht ausgereift. Talkbiznow richtet sich aber direkt an die Mitarbeiter ohne den Umweg über das Unternehmen zu gehen, dies ist Potenzial und Gefahr genug. Es lassen sich somit natürlich jede Menge Nutzer ködern, dennoch ist sicher kein Unternehmen erfreut, wenn der Angestellte sensible Daten auf einem System außerhalb der Firmeninfrastruktur hinterlegt.
Ordner für die Dateiverwaltung
“Was Xing und Linkedin bisher anbieten, ist nichts anderes als Unterhaltung, die Funktionalität fehlt völlig”, sagt Gründer Martin Warner gegenüber SPON. “Wir dagegen machen es erstmals möglich, wirklich mit dem Netzwerk zu arbeiten, eine Hilfe im Geschäftsalltag zu sein.” Diese Aufgabe sehe ich noch nicht als erledigt an, es fehlen meiner Meinung nach noch sehr wichtige Funktionen wie Livechats mit Konferenz- und Video-Funktion, virtuelle Projekträume, RSS-Unterstützung, usw. Das Potential die gesamte Breite an Diensten anzubieten ist aber vorhanden, nur wird sich zeigen ob dies auf Gegenliebe stößt.
Es ist nach nur einem Monat noch zu früh um ein abschließendes Fazit zu ziehen oder eine echte Prognose abzugeben. Ich jedenfalls habe, vor allem wegen der noch holprigen Nutzerfreundlichkeit und dem öden Design, noch kein gutes Gefühl bei der Sache, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Der “Berufsverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V.” (kurz BITKOM) hat zwei interessante Schriften zum Thema Enterprise 2.0 veröffentlicht:
Die BITKOM-Studie “Enterprise 2.0″ - Empirische Analyse stellt Überlegungen an, wie die Web-2.0-Technologien auch im geschäftlichen Umfeld genutzt werden können und bedient sich hierbei des Begriffs Enterprise 2.0. Mit dieser Studie will der BITKOM Entscheidungsträgern fundierte Informationen zu Stand und Perspektiven von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung stellen. Die empirische Analyse ist als Ergänzung und Konkretisierung zum BITKOM-Positionspapier „Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0: Neue Unternehmensphilosophie gewinnt Konturen” (August 2008) gesehen.1
Dieses Video zeigt eine Vorschau von Clearspace 2.5, einer Software die gleich mehrere Dinge vereint. Clearspace ist soziales Netzwerk mit Gruppen- und Freundesfunktion, Blog, Wiki und Dokumenten-Management-System in einem.
Jive Software bietet dieses System schon ab 59$ je Nutzer und Jahr an, sowohl als zum Selbst-Hosting, als auch zum Fremd-Hosting (SaaS / Software as a Service).
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Auf welcher Plattform baue ich meine Community auf? Mit dieser Frage haben sich schon schon mehrere Leute beschäftigt. Nicht selten ist das natürlich eine Frage von Features oder persönlichem Kenntnisstand. Dion Hinchcliffe hat in seinem Blog versucht eine Auswahl zu Treffen.
1. Joomla!
Joomla ist Open Source und vielen schon unter dem Vorgängernamen Mambo bekannt. Joomla ist ein sehr weit verbreitetes CMS und bringt viele Funktionen wie Blogs, Artikel, Umfragen und Disskussionen von Hause aus mit. Des weiteren gibt es über 3700 3rd Party-Plug-Ins.
2. Drupal
Drupal ist eine der beliebtesten Community-Plattformen und würde für viele wohl die Nummer eins dieser Liste bilden. Drupal ist ebenfalls Open Source und besitzt außer den herkömmlichen Community-Features ein umfangreiches aber übersichtliches Rechtemanagment, sowie die Möglichkeit OpenID zu nutzen. Auch in punkto 3rd Party-Plugins muss sich Drupal nicht verstecken: Es gibt eine Reihe von Modulen mit denen nahezu keine Wünsche offen bleiben.
3. PHP-Nuke
Bei PHP-Nuke handelt es sich um ein älteres, aber weit verbreitetes Open Source-CMS, dass immer noch an Marktanteilen zulegt.
4. Zikula
Zikula - früher bekannt als PostNuke - rundet die Top vier ab. Es ist ebenfalls Open Source und eine Weiterentwicklung von PHP-Nuke 5.0.
5. Share Point Community Portal
Microsofts Sharepoint ist das erste kommerzielle Produkt in der Liste. Zusammen mit dem Community Kit wird es zu einer vollwertigen Plattform. Sharepoint als Community Lösung ist gerade für Unternehmen interessant da viele dies bereits in der Standard Version nutzen.
6. Lithium
Die erste SaaS (Software as a Service) Angebot in der Liste ist Lithium, eine schnell wachsende Lösung für “Customer-Communities”. Einer der großen Vorzüge ist der weltweit verfügbare Support. Dafür ist Lithium leider nicht für externe Programmierer geöffnet, so dass sich die Anzahl der verfügbaren Plug-Ins auf ein Minimum beschränkt.
7. DotNetNuke
Nach Sharepoint ist DotNetNuke die Zweite .Net Plattform, aber die erste die Open Source ist. Durch den Marketplace Service gibt es eine große Zahl von qualitativ hochwertigen 3rd Party-Modulen, die man dort erwerben kann.
8. Community Server
Eine der wenigen .Net Blog-Plattformen hat sich zu einem Community-Produkt weiterentwickelt. Community Server ziehlt auf Geschäftskunden mit großen Nutzergruppen ab. Zurzeit wird es z.B. bei MySpace zur Verwaltung der Benutzerforen eingesetzt, in denen über 70 Millionen Benutzer aktiv sind.
9. KickApps
KickApps ist wie Lithium eine SaaS-Lösung und hat in kurzer Zeit weite Verbreitung gefunden. Große Websites, auf denen KickApps läuft, sind zum Beispiel die von ABC und BBC.
10. Clearspace Community
Die ClearSpace-Community von Jivi Software hat in letzter Zeit für viel Furore gesorgt. Gerade bei Unternehmen ist diese neue Plattform sehr beliebt, da ein großer Fokus auf Sicherheit, Integrationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit gelegt wird. Drei Punkte bei denen Open Source-Lösungen oft ihre Schwächen haben.
Ob Dion Hinchcliffe mit dieser Zusammenstellung wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen hat, sei dahingestellt Aber interessant ist diese Liste allemal. Wer gerade auf der Suche nach einer passenden Lösung ist, hat damit sicherlich einen guten Ansatzpunkt gefunden. Ich wünsche viel Erfolg mit der Auswahl der richtigen Software.
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Herausgekommen ist die “MBC09 - Microblogging Conference 2009″ welche vom Fr. 23.01.09 bis Sa. 24.01.09 in Hamburg (genauer Ort noch unbekannt) stattfinden wird. Die Themenschwerpunkte werden wie folgt aussehen:
Konzepte wie verteilte, dezentrale und offene Netzwerke,…
Services wie identi.ca, Twitter, Jaiku, Pownce, Plurk,…
Free & Open Software und Frameworks wie Laconica, OpenMicroBlogger,…
Protokolle wie OpenMicroBlogging,…
Kanäle für die Erstellung und Verbreitung wie SMS, E-Mail, Instant Messaging oder Web
Technische Basis-Plattformen wie XMPP,…
Hands-on Workshops und Tutorials zur Installation, Konfiguration, Integration, Betrieb und Optimierung
Anwendungsbereiche aus IT, Technik, Wirtschaft, Politik,…
Applikationen und Add-ons
Offene Panel-Diskussionen über Sinn und Zukunft und mehr
Weiterhin sind die Veranstalter bemüht einige sehr interessante Teilnehmer für die Konferenz zu begeistern, so wird voraussichtlich Evan Prodromou, der Gründer von identi.ca an der MBC09 teilnehmen. Auch werden noch einige potente Sponsoren gesucht.